Begriffe und Erklärungen

Bauspezifische Begriffe
A bis H

    Aktuelle
    Projekte

  •  Passiv-Doppelhaus in Rühen
    mit flexiblen Grundrissen
    [mehr...]
  •  Passivhaus in Brome Passiv-Einfamilienhaus mit 154qm Wfl.
    [mehr...]
  •  2 Liter Energiesparhaus
    als Einfamlienhaus mit Einliegerwohnung [mehr...]

Alle Begriffe und Erklärungen in einem Word-Dokument

Alle Begriffe und Erklärungen in einer PDF-Datei

Absorber

Das Herzstück eines Sonnenkollektors ist der Absorber. Er nimmt die auftreffende Solarstrahlung auf und wandelt sie in Wärme um. Er besteht aus schwarz beschichteten Blechen aus gut wärmeleitenden Materialien wie Aluminium oder Kupfer. Die gewonnene Wärme wird an einen Wärmeträger weitergegeben. Gute Absorber wandeln über 90 % der Sonnenstrahlung in Wärme um (siehe auch selektive Beschichtung).

Anlagenaufwandszahl

Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, um so effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein.
Bei Wohngebäuden ist in der Anlagenaufwandszahl auch die Bereitstellung einer normierten Warmwassermenge berücksichtigt.
Die Anlagenaufwandszahl hat nur für die Gebäudeausführung Gültigkeit, für die sie berechnet wurde.

Ausnutzungsgrad

Der Ausnutzungsgrad kennzeichnet das Verhältnis der über die Monate einfließenden Wärmegewinne und der Nutzbarkeit dieser Wärme.
Im Sommer bewegt sich die Nutzbarkeit gegen Null, die solarpassive Gewinnung (transparente Flächen) und die inneren Wärmegewinne (Lampen, E-Geräte, Abwärme von Personen) können nicht genutzt werden. Im Winter ist der Nutzungsgrad höher. Besonders wertvoll ist die passive Wärmenutzung auch in der Übergangszeit. Bei Passivhäusern tragen die Wärmegewinne dazu bei, dass keine zusätzliche Heizung notwendig ist.

Beheizte Wohnfläche

Die Wohnfläche kann nach § 44 Abs. 1 der für den preisgebundenen Wohnraum geltenden II. Berechnungsverordnung ermittelt werden. Sie bezieht nur die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen ein und ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche im sinne der Energieeinsparverordung.

Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)

Das beheizte Gebäudevolumen (Ve) ist an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.

Bezugsflächen und Rauminhalte (geometrische Angaben)

Die Gebäudenutzfläche (AN) beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche auf Grund einer Vorgabe in der Energieeinsparverordung ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle ist eine Anlage zur Erzeugung von Strom und Wärme, in der mit einem hohen Wirkungsgrad chemisch gespeicherte Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt wird. Dies geschieht im Rahmen einer kontrollierten Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff, das Endprodukt ist Wasser(dampf).

Brennwertkessel

Sogenannte Brennwertkessel sind technisch optimierte Heizkessel. Sie nutzen die im Brennstoff enthaltene Energie besonders effizient.
Durch Abkühlung der Abgase wird die enthaltene Kondensationswärme zusätzlich gewonnen. Der Brennwerteffekt ist bei Erdgas am größten. Die Rücklauftemperatur sollte sehr gering sein.

Diffuse Strahlung

Solarstrahlung, die uns aus allen Richtungen – nach Streuung des Sonnenlichts an Wolken, Nebel, Bergen, Gebäuden etc. – erreicht.

Direkte Strahlung

Solarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung; übers Jahr trifft jedoch etwa gleich viel diffuse wie direkte Strahlung auf den Kollektor.

Endenergiebedarf

Energiemenge, die zur Deckung des Jahres-Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs (Bedarf und Aufwand der Anlagentechnik) benötigt wird, ermittelt an der Systemgrenze des betrachteten Gebäudes.

Energiebedarf

Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.

Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)

Das „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ regelt die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien. Es sieht fixe Vergütungen vor, die von 7,67 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Strom aus Wasserkraft bis zu 50,62 Cent pro kWh für Solarstrom reichen. Das EEG soll dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahre 2010 mindestens zu verdoppeln.

Fossile Brennstoffe

Bodenschätze wie Öl, Kohle und Gas, die im Verlauf von Jahrmillionen aus Biomasse entstanden sind.
Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen ist mit zahlreichen Umweltbelastungen verbunden. Fossile Energieträger sind endlich. Von allen fossilen Brennstoffen ist Erdgas am umweltverträglichsten.

g-Wert

Kennwert für den Gesamtenergiedurchlassgrad der Sonnenstrahlung, sowohl für kurzwellige als auch für langwellige Strahlung durch eine transparente Fläche (Verglasung). Hierzu zählen auch sekundäre Wärmegewinne durch das Aufheizen der Scheiben infolge Strahlungsabsorption. Der g-Wert einer massiven Wand ist Null.

Globalstrahlung

Die Globalstrahlung setzt sich aus direkter und indirekter (diffuser) Sonnenstrahlung zusammen.

Heizwärmebedarf

In Abhängigkeit vom Wetter und den Nutzungsbedingungen des Gebäudes vom Heizsystem abzugebende Wärme, die sich aus den Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten und den inneren Wärme- und Solargewinnen ergibt (Bedarf).
Wärme, die den beheizten Räumen zugeführt werden muss, um die innere Solltemperatur zu halten.

Heizenergieverbrauch

Der Heizenergieverbrauch ist der Energieverbrauch eines Heizsystems unter Berücksichtigung aller Verluste zur Bereitstellung (Verbrauch).

Heizperiode

Ist der Zeitraum, bei dem die Räume eines Gebäudes mit zusätzlicher Heizenergie versorgt werden müssen, um ein behagliches Klima zu erzeugen. Bei Passivhäusern beträgt die Heizperiode nur etwa 3 bis 4 Monate pro Jahr, während bei Bauten im Altbestand nur etwa 1 bis max. 3 heizungsfreie Monate pro Jahr vorherrschen.

Hilfsenergie

Energie (Strom), die nicht zur unmittelbaren Deckung des Heizenergiebedarfs bzw. der Trinkwassererwärmung eingesetzt wird (z.B. Energie für den Antrieb von Systemkomponenten, Umwälzpumpen, Regelungen etc., sowie Energie für die Rohrbegleitheizung bei der Trinkwassererwärmung.

Hüllfläche

Die (Gebäude-)Hüllfläche ist die äußere Systemgrenze eines Gebäudes, die das wärmegedämmte Gebäudevolumen umschließt. Die Hüllfläche sollte im Verhältnis zum Gebäudevolumen gering sein. (A/V-Verhältnis klein)
A=Hüllfläche; V=Gebäudevolumen

zu den Begriffen I bis Z
Seitenanfang